Lexikon & Ratgeber

Teichpflege & Teichreinigung –
die wichtigsten Fragen beantwortet

Von Algenbekämpfung bis Teichsanierung: Fundiertes Expertenwissen für gesunde Gewässer, klares Wasser und nachhaltige Teichpflege.

10Artikel
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01

Wann sollte ich meinen Teich reinigen?

Die optimalen Zeitpunkte & Jahreszeiten für eine gründliche Teichreinigung.

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02

Algen im Teich bekämpfen – was wirklich hilft

Ursachen, Hausmittel und professionelle Methoden gegen Faden- und Schwebealgen.

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03

Teichschlamm entfernen – so geht's richtig

Warum Schlamm gefährlich wird und wie Sie ihn sicher und nachhaltig beseitigen.

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04

Trübes Teichwasser – Ursachen & Lösungen

Warum wird das Wasser grün oder braun – und wie bekommt man es wieder klar?

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05

Teich winterfest machen – Schritt für Schritt

Wie Sie Fische, Pflanzen und Technik sicher durch den Winter bringen.

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06

Teichpflege das ganze Jahr – der Saisonkalender

Was ist wann zu tun? Der komplette Jahresüberblick für gepflegte Gartenteiche.

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07

Teichfilter reinigen & richtig einsetzen

Welcher Filter für welchen Teich – und wie wird er gewartet? Alles zur Teichtechnik.

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08

Koiteich richtig pflegen – Tipps für Koi-Halter

Koiteiche stellen besondere Anforderungen. Was zu beachten ist und wie die Pflege gelingt.

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09

Teichfolie reparieren & Lecks abdichten

Risse in der Teichfolie erkennen, lokalisieren und dauerhaft reparieren – so geht's.

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10

Naturteich anlegen & dauerhaft pflegen

Ein naturnaher Teich ohne Technik – wie er gelingt und was er braucht, um stabil zu bleiben.

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Wann sollte ich meinen Teich reinigen?

Die Frage nach dem richtigen Reinigungszeitpunkt ist entscheidend für ein gesundes Teichökosystem. Zu häufiges Reinigen stört das biologische Gleichgewicht – zu seltenes Reinigen gefährdet Fische, Pflanzen und Wasserqualität. Mit dem richtigen saisonalen Plan sind Sie bestens aufgestellt.

Frühjahr: Das Erwachen des Teichs

Sobald die Wassertemperatur konstant über 10 °C steigt – typischerweise ab März/April – beginnt die ideale Zeit für erste Pflegemaßnahmen. Über den Winter haben sich abgestorbene Pflanzenteile, Laub und organische Rückstände am Teichboden abgesetzt, die jetzt entfernt werden sollten.

  • Teichpumpe und Filter reinigen und wieder in Betrieb nehmen
  • Abgestorbene Pflanzenteile und Laub mit dem Kescher entfernen
  • Schlamm vorsichtig mit dem Schlammsauger absaugen (nicht aggressiv – Mikroorganismen schonen)
  • Wasserqualität prüfen: pH-Wert, Nitrit, Sauerstoffgehalt messen
Expertentipp

Im Frühjahr besonders behutsam vorgehen: Amphibien wie Frösche und Kröten laichen jetzt im Teich. Eine zu aggressive Reinigung kann Laich und Larven vernichten. Lieber in Etappen arbeiten und immer einen Teil des Wassers belassen.

Herbst: Die wichtigste Reinigung des Jahres

Der Spätsommer oder Frühherbst (September/Oktober) ist nach Expertenmeinung der beste Zeitpunkt für eine gründliche Grundreinigung. Die meisten Amphibien haben den Teich verlassen, Überwinterer haben sich noch nicht eingegraben – und die Wassertemperaturen sind noch moderat.

  • Vollständige Entschlämmung des Teichbodens vor dem Laubfall
  • Laubschutznetze über dem Teich anbringen
  • Pumpe und Filter auf Winterbetrieb umstellen oder einlagern
  • Teichpflanzen zurückschneiden – aber nicht bodentief (Stängel für Insekten stehen lassen)

Häufige Fragen

Wie oft sollte eine Grundreinigung erfolgen?
Experten empfehlen mindestens zweimal jährlich: einmal im Frühjahr nach dem Winter und einmal im Herbst vor der Winterruhe. Kleinere Pflegemaßnahmen wie Algen- und Laubentfernung sollten regelmäßig, im Sommer mindestens wöchentlich, erfolgen.
Muss ich das Wasser komplett ablassen?
Nein – in den meisten Fällen reicht ein Schlammsauger. Das schont Mikroorganismen und biologisches Gleichgewicht. Nur bei einem vollständig umgekippten Teich oder beschädigter Folie ist eine Komplettsanierung nötig – diese ist laut Experten nur alle 10–15 Jahre erforderlich.
Kann ich den Teich auch im Winter reinigen?
Eine vollständige Reinigung im Winter ist nicht ratsam. Das Ökosystem ist in der Kälte besonders sensibel, viele Organismen und Tiere überwintern im Schlamm. Beschränken Sie sich auf das Offenhalten einer Eisöffnung für den Gasaustausch.
Teichreinigung professionell durchführen lassen?Wiechardt & Stähr übernimmt die komplette Pflege – von der Frühjahrsreinigung bis zur Wintervorbereitung.
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Algen im Teich bekämpfen – was wirklich hilft

Algen sind das häufigste Problem bei Gartenteichen. Grünes Wasser, übler Geruch, erstickende Fische – übermäßiges Algenwachstum ist ein Zeichen, dass das biologische Gleichgewicht gestört ist. Wer die Ursachen kennt und gezielt handelt, löst das Problem dauerhaft.

Warum wachsen Algen so explosionsartig?

Algen brauchen drei Dinge: Nährstoffe, Licht und Wärme. Fischkot, Futterreste, Laub und Düngemitteleintrag aus dem Garten erhöhen den Nährstoffgehalt des Wassers. Im warmen Sommer können Schwebealgen in wenigen Tagen das gesamte Wasser grün färben – eine sogenannte Algenblüte.

Fadenalgen

Sichtbare grüne Fäden. Mechanisch mit Kescher oder Teleskopbürste entfernbar. Deuten auf hohen Nährstoffgehalt hin.

Schwebealgen

Mikroskopisch klein, färben Wasser trüb grün. Hauptproblem im Sommer. UV-C-Klärer ist die effektivste Lösung.

Blaualgen

Toxisch für Fische und Hunde. Bilden grüne bis bläuliche Schlieren. Sofortiger Handlungsbedarf – professionelle Hilfe empfohlen.

Kieselalgen

Braune, samtige Ablagerungen. Häufig in neuen Teichen oder nach Wasserwechsel. Verschwinden meist von selbst.

Effektive Methoden – von mild bis intensiv

  • Mechanisch entfernen: Fadenalgen täglich mit Kescher oder Bürstenstock herausfischen – verhindert weitere Nährstofffreisetzung
  • UV-C-Klärer: Tötet Schwebealgen dauerhaft ab. Unverzichtbar für Teiche mit Fischbesatz. In Teichfilter integriert oder als eigenständiges Gerät
  • Sauerstoffpflanzen: Wasserpest, Hornkraut, Tausendblatt. Entziehen Algen Nährstoffe – der beste Langzeitschutz
  • Gerstenstroh: Im Netz eingehängt, hemmt Algenwachstum auf natürliche Weise. Günstig und schonend
  • Seerosen & Schwimmblattpflanzen: Beschatten die Oberfläche, entziehen Sonnenlicht und reduzieren Algenwachstum stark
  • Fütterung reduzieren: Nur so viel füttern, wie Fische in 5 Minuten aufnehmen – jedes Futterrest fördert Algen
Achtung – diese Hausmittel sind schädlich

Essig, Chlor, Salz, Backpulver: Diese in Internetforen empfohlenen Mittel schädigen Fische, Pflanzen und nützliche Bakterien erheblich. Auch aggressive Algizide sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Lieber auf natürliche Methoden und einen UV-C-Klärer setzen.

Häufige Fragen

Warum kommen Algen immer wieder zurück?
Solange der Nährstoffüberschuss nicht behoben wird, kehren Algen immer zurück. Mechanisches Entfernen allein löst das Problem nicht. Gleichzeitig müssen Ursachen bekämpft werden: weniger Futter, mehr Wasserpflanzen, regelmäßige Schlammentfernung und ggf. ein leistungsstarker UV-C-Filter.
Sind Algen gefährlich für meine Fische?
Ja, bei starkem Algenwachstum kann der Sauerstoffgehalt nachts drastisch sinken (Algen verbrauchen im Dunkeln Sauerstoff). Fische, die an der Oberfläche schnappatmen, zeigen akuten Sauerstoffmangel – sofort Belüfter einschalten und Algen entfernen. Blaualgen sind zudem direkt toxisch.
Wie viele Wasserpflanzen brauche ich?
Als Faustregel: Unterwasserpflanzen sollten ca. 60 % der Teichfläche bedecken, Schwimmblattpflanzen (Seerosen) ca. 50–60 % der Wasseroberfläche beschatten. Je mehr Nährstoffe Pflanzen aufnehmen, desto weniger steht den Algen zur Verfügung.
Hartnäckige Algenprobleme gelöst.Unsere Experten analysieren Ihren Teich vor Ort und entwickeln eine individuelle, nachhaltige Lösung.
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Teichschlamm entfernen – so geht's richtig

Eine dünne Schlammschicht am Teichboden ist normal und sogar wichtig für das Ökosystem. Erst wenn sie zu dick wird und Faulprozesse einsetzen, wird sie zur Gefahr. Dann handeln Sie schnell – bevor der Teich umkippt.

Wie entsteht Teichschlamm und wann wird er gefährlich?

Teichschlamm besteht aus organischem Material: Laub, Fischkot, Futterreste, abgestorbene Pflanzen und Pollen setzen sich am Teichboden ab. Bei ausreichend Sauerstoff ist dieser Prozess harmlos. Wird die Schicht zu dick, entsteht in den tieferen Lagen Sauerstoffmangel – es bildet sich giftiger Faulschlamm, der Faulgase (Methan, Schwefelwasserstoff) freisetzt.

Alarmzeichen erkennen

  • Blasen steigen regelmäßig vom Teichboden auf (Faulgas-Freisetzung)
  • Fauliger oder schwefeliger Geruch über dem Teich
  • Wasser trübt sich trotz funktionierendem Filter ein
  • Fische halten sich vermehrt an der Oberfläche auf (Sauerstoffmangel)
  • Schlammschicht deutlich sichtbar, mehr als 8–10 cm tief

Die drei wichtigsten Methoden zur Schlammentfernung

Teichschlammsauger (mechanisch): Effektivste und schonendste Methode. Saugt Schlamm-Wasser-Gemisch ab, filtert es und leitet sauberes Wasser zurück. Kein Wasserablassen nötig. Ideal für regelmäßige Pflege.

Biologische Schlammentferner: Spezielle Bakterienkulturen bauen organisches Material im Schlamm ab. Nachhaltig und naturverträglich. Langsamer als mechanische Methoden, ideal als Ergänzung und zur Prävention.

Professionelle Schlammpumpen / Teichbagger: Für große Gewässer oder stark verschlammte Teiche. Ermöglicht auch eine Komplettreinigung der Folie und der Uferbereiche.

Wichtig zu wissen

Eine dünne Schlammschicht (2–5 cm) ist gesund und sollte nicht vollständig entfernt werden – sie beherbergt nützliche Bakterien, Libellenlarven und andere Kleinstlebewesen. Der entnommene Schlamm ist ein hervorragender Kompost- und Gartendünger.

Häufige Fragen

Wie tief darf die Schlammschicht maximal sein?
Eine Schlammschicht von 2–5 cm ist unbedenklich und ökologisch wertvoll. Ab ca. 10 cm oder bei sichtbarer Blasenbildung und fauligem Geruch besteht dringender Handlungsbedarf. Regelmäßige Schlammentfernung 1–2× jährlich hält den Teich dauerhaft gesund.
Was kostet eine professionelle Teichentschlammung?
Für einen Gartenteich bis 20 m² sind je nach Region und Ausmaß der Verschlammung Preise zwischen 150 und 500 Euro realistisch. Für größere Gewässer, Koiteiche oder stark verschlammte Teiche können die Kosten höher ausfallen. Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.
Wie kann ich Schlammbildung langfristig reduzieren?
Laubschutznetze im Herbst anbringen, Fische sparsam füttern, keinen nährstoffreichen Dünger in Teichnähe verwenden, regelmäßig Pflanzenreste entfernen und einen Teichskimmer einsetzen. Biologische Schlammentferner (Bakterienkulturen) regelmäßig zugeben hilft, die Schlammschicht gering zu halten.
Verschlammten Teich professionell sanieren?Wir entschlammen Teiche aller Größen – vom Gartenteich bis zum Großgewässer – schonend und nachhaltig.
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Trübes Teichwasser – Ursachen & Lösungen

Trübes, grünes oder braunes Teichwasser ist eines der häufigsten Probleme bei Gartenteichen. Die Art der Trübung verrät viel über die Ursache – wer richtig diagnostiziert, kann gezielt und dauerhaft für klares Wasser sorgen.

Diagnose: Was sagt die Farbe des Wassers?

Grünes Wasser

Schwebealgen. Ursache: Nährstoffüberschuss + Sonne. Lösung: UV-C-Klärer + Sauerstoffpflanzen.

Braunes Wasser

Gerbstoffe aus Laub oder Holz. Harmlos für Fische. Lösung: Laub entfernen, Aktivkohlefilter.

Milchig-weißes Wasser

Bakterienblüte oder neuer Teich. Häufig temporär. Lösung: Geduld + biologische Filtration stärken.

Gelbliches Wasser

Huminstoffe aus organischen Substanzen. Lösung: Teilwasserwechsel, Laub- und Schlammreste entfernen.

Der pH-Wert – das wichtigste Messinstrument

Ein pH-Wert zwischen 6,8 und 8,2 ist ideal. Liegt er darüber, begünstigt das alkalische Milieu Algenwachstum. Einfache Teststreifen aus dem Gartenmarkt liefern schnelle Ergebnisse – am besten morgens und abends messen, da der pH-Wert im Tagesverlauf schwankt.

Optimale Wasserwerte auf einen Blick

pH-Wert: 6,8–8,2 · Karbonathärte: 5–12 °dKH · Gesamthärte: 10–20 °dGH · Nitrit: unter 0,1 mg/l · Sauerstoff: über 6 mg/l · Ammonium: unter 0,5 mg/l. Diese Werte monatlich testen – besonders im Sommer und nach starken Regenfällen.

Bewährte Lösungen für dauerhaft klares Wasser

  • UV-C-Klärer: Tötet Schwebealgen und Krankheitserreger. Effektivste technische Lösung, besonders für Fischteiche
  • Sauerstoffpflanzen: Entziehen dem Wasser Nährstoffe und schaffen natürliches Gleichgewicht
  • Teilwasserwechsel: 10–20 % mit nährstoffarmem Wasser (Regenwasser ideal) verbessert Wasserqualität sofort
  • Laub konsequent entfernen: Besonders im Herbst – Laubschutznetze sind die einfachste Prävention
  • Fischbesatz anpassen: Weniger Fische = weniger Kot = weniger Nährstoffe = weniger Algen

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis Teichwasser wieder klar wird?
Mit UV-C-Klärer klärt sich durch Schwebealgen getrübtes Wasser in 1–2 Wochen deutlich. Bei tiefgreifendem biologischen Ungleichgewicht kann es mehrere Wochen dauern. Schnelle chemische Lösungen verursachen oft Folgeprobleme – Geduld und konsequente Pflege sind nachhaltiger.
Darf ich Leitungswasser zum Auffüllen verwenden?
Ja, aber mit Bedacht. Leitungswasser enthält Chlor und Kalk, die das biologische Gleichgewicht kurzfristig beeinflussen. Für kleine Mengen ist es unbedenklich. Bei größeren Mengen empfiehlt sich ein Wasseraufbereiter (Chlor-Neutralisator). Ideal ist weiches, nährstoffarmes Regenwasser.
Wasserqualität professionell analysieren lassen.Unsere Experten führen eine vollständige Wasseranalyse durch und entwickeln einen Sanierungsplan.
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Teich winterfest machen – Schritt für Schritt

Ein gut vorbereiteter Teich übersteht auch harte Winter schadlos. Fische, Pflanzen und Technik brauchen rechtzeitig die richtige Fürsorge. Eine Stunde Aufwand im Herbst erspart erhebliche Probleme im Frühjahr.

Der richtige Zeitpunkt: ab Oktober

Die Wintervorbereitung beginnt, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 10 °C fällt – in Norddeutschland typischerweise ab Oktober. Wichtig: Einige Maßnahmen müssen vor dem ersten Frost abgeschlossen sein.

Checkliste Wintervorbereitung

  • Laubschutznetze über dem Teich anbringen oder Laub täglich entfernen
  • Teichpflanzen zurückschneiden (nicht bodentief – Stängel für Insekten stehen lassen)
  • Letzte gründliche Schlammentfernung vor dem Laubfall durchführen
  • Pumpe und Filter reinigen, einlagern oder auf Winterbetrieb umstellen
  • Eisfreihalter oder Teichbelüfter einsetzen – für offene Eisfläche und Gasaustausch
  • Fische ab 10 °C stark reduzieren, unter 5 °C gar nicht mehr füttern
  • Kältempfindliche Pflanzen (Tropische Seerosen, Wasserhyazinthen) frostfrei einlagern
Warum ein offenes Eisloch lebenswichtig ist

Bei einer geschlossenen Eisdecke können Faulgase aus dem Teichschlamm nicht entweichen. Die Gasansammlung unter dem Eis ist für Fische tödlich – oft binnen weniger Tage. Ein Eisfreihalter (ab 15 €) verhindert das zuverlässig. Wichtig: Nie mit heißem Wasser oder Schlägen durch das Eis gehen – das Druckwellen kann Fische töten.

Häufige Fragen

Können Koi den Winter im Teich überstehen?
Ja, wenn der Teich tief genug ist (mindestens 100 cm, besser 120–150 cm) und nicht vollständig einfriert. Koi fallen in eine Winterstarre und brauchen in dieser Zeit kein Futter. Ihr Immunsystem ist bei Kälte geschwächt – daher sollten keine Pflegemaßnahmen am Teich vorgenommen werden, die Stress verursachen.
Was passiert wenn ich den Teich nicht winterfest mache?
Im schlimmsten Fall drohen: Fischsterben durch Faulgas-Vergiftung, eingefrorene und beschädigte Pumpen, extreme Schlammbildung durch nicht entfernte Pflanzenreste und eine massive Algenexplosion im Frühjahr. Regelmäßige Wintervorbereitung spart langfristig erhebliche Kosten und Aufwand.
Wintervorbereitung professionell erledigen lassen.Unser Team übernimmt die vollständige Wintervorbereitung Ihres Teichs – termingerecht und zuverlässig.
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Teichpflege das ganze Jahr – der Saisonkalender

Ein gepflegter Teich braucht das ganze Jahr über Aufmerksamkeit – aber in überschaubarem Umfang. Mit diesem saisonalen Plan wissen Sie immer genau, was wann zu tun ist.

Frühjahr (März – Mai): Neustart

  • März: Eisfreihalter entfernen, erste Sichtkontrolle, Filteranlage reinigen und starten
  • April: Teichpumpe wieder aktivieren, erste Schlammentfernung ab 8 °C, pH-Wert messen
  • Mai: Wasserpflanzen neu setzen, Fütterung wieder aufnehmen, Wasserqualität prüfen

Sommer (Juni – August): Pflege & Beobachtung

  • Fadenalgen wöchentlich mit dem Kescher entfernen
  • Wasserstand kontrollieren, bei Verdunstung mit Regenwasser auffüllen
  • Fische sparsam füttern – nur so viel wie in 5 Minuten aufgenommen wird
  • Bei Hitzewellen: Belüfter einsetzen, Sauerstoffgehalt erhöhen
  • pH-Wert und Wassertrübung wöchentlich kontrollieren

Herbst (September – November): Entscheidende Pflege

  • September: Gründliche Schlammentfernung, Pflanzen zurückschneiden
  • Oktober: Laubschutznetze anbringen, Pumpe und Filter reinigen und einlagern
  • November: Eisfreihalter einsetzen, empfindliche Pflanzen einlagern, Fütterung einstellen

Winter (Dezember – Februar): Ruhephase

Im Winter braucht der Teich kaum Pflege – aber regelmäßige Kontrolle des Eisfreihalters und gelegentliche Sichtkontrollen sind wichtig. Bei starkem Frost prüfen, ob die Eisöffnung noch offen ist.

Realistischer Zeitaufwand

Im Sommer ca. 30–60 Minuten pro Woche für laufende Pflege. Frühjahr und Herbst je einmal 2–4 Stunden für die Grundreinigung. Im Winter genügt eine kurze Kontrolle pro Woche. Oder Sie beauftragen Wiechardt & Stähr – dann haben Sie ganzjährig einen gepflegten Teich ohne eigenen Aufwand.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für Wasserpflanzen?
Von Mai bis Ende August, bei Wassertemperaturen über 12 °C. Seerosen am besten von Mai bis Juli einpflanzen, Sauerstoffpflanzen bereits ab April. Im Herbst keine neuen Pflanzen mehr setzen – sie können sich nicht mehr ausreichend verwurzeln.
Wie viel Zeit muss ich für die Teichpflege einplanen?
Im Sommer ca. 30–60 Minuten pro Woche. Grundreinigung im Frühjahr und Herbst je ca. 2–4 Stunden. Im Winter minimal – eine Kontrolle pro Woche genügt. Insgesamt überschaubar, wenn die Pflege regelmäßig erfolgt und nicht vernachlässigt wird.
Ganzjährige Teichpflege – professionell & stressfrei.Wir übernehmen Ihren Pflegeauftrag – vom Frühjahrsstart bis zur Wintervorbereitung.
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Teichfilter reinigen & richtig einsetzen

Ein guter Teichfilter ist das Herzstück jedes gepflegten Teichs – vor allem wenn Fische gehalten werden. Aber auch der beste Filter nutzt nichts, wenn er nicht richtig gewartet wird. Wir erklären, was Sie über Teichfilter wissen müssen.

Welche Filtertypen gibt es?

Druckfilter

Geschlossenes System, platzsparend. Ideal für kleine bis mittelgroße Teiche. Reinigung über Rückspülventil.

Schwerkraftfilter

Offenes System, sehr leistungsstark. Für größere Teiche und Koiteiche geeignet. Besonders einfach zu reinigen.

Trommelfilter

Vollautomatisch, höchste Filterleistung. Für große Koiteiche und Schwimmteiche. Selbstreinigend mit Wasserrückspülung.

UV-C-Klärer

Kein mechanischer Filter, tötet Schwebealgen und Keime. Immer in Kombination mit mechanischem Filter einsetzen.

Wie oft muss der Filter gereinigt werden?

Die Reinigungshäufigkeit hängt von der Teichgröße, dem Fischbesatz und der Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Während der Hauptsaison (Mai–September) alle 2–4 Wochen kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Moderne Filter zeigen oft durch einen Druckabfall oder eine Signalleuchte an, wenn eine Reinigung nötig ist.

Kritischer Hinweis zur Filterreinigung

Filterschwämme niemals mit klarem Leitungswasser spülen – das tötet die nützlichen Bakterien, die die biologische Filtration leisten. Immer mit Teichwasser auswringen oder in einem Eimer mit Teichwasser reinigen. Nach einer kompletten Reinigung benötigt der Filter 2–4 Wochen, um sich biologisch neu aufzubauen.

Die richtige Pumpenleistung wählen

Als Faustregel gilt: Die Pumpenleistung sollte das gesamte Teichvolumen mindestens einmal pro Stunde umwälzen. Formel für das Teichvolumen in Litern: Länge (m) × Breite (m) × Tiefe (m) × 1000. Ein Teich mit 4 × 2 × 1 m Inhalt enthält also ca. 8.000 Liter – die Pumpe sollte mindestens 8.000 l/h leisten.

  • Pumpe und Filter immer so weit wie möglich voneinander entfernt positionieren – maximiert die Filtration
  • Im Winter: Pumpe ausbauen, reinigen und in einem Eimer mit Wasser lagern (Dichtungen nicht austrocknen lassen)
  • UV-C-Lampen verlieren nach ca. 5.000 Betriebsstunden ihre Wirkung – jährlich austauschen
  • Skimmer regelmäßig reinigen – er verhindert, dass Laub und Pollen in den Filter gelangen

Häufige Fragen

Brauche ich einen Filter auch ohne Fische?
Bei einem naturnahen, gut bepflanzten Teich ohne Fische kann auf einen Filter verzichtet werden – Pflanzen und Mikroorganismen reinigen das Wasser selbst. Sobald Fische im Teich sind, ist eine Filteranlage jedoch dringend empfohlen, da Fischkot die Nährstoffbelastung stark erhöht.
Warum läuft der Filter, aber das Wasser bleibt trüb?
Mögliche Ursachen: Filter ist unterdimensioniert (zu wenig Leistung für die Teichgröße), Filterbakterienkulturen sind noch nicht aufgebaut (besonders bei neuen Teichen), UV-C-Lampe ist defekt oder zu alt, oder der Nährstoffgehalt ist so hoch, dass der Filter nicht mitkommt. In diesem Fall empfehlen wir eine professionelle Analyse.
Muss der Filter den ganzen Winter laufen?
In der Regel nein – bei frostgefährdeten Teichen sollte der Filter im Winter ausgebaut und eingelagert werden, um Frostschäden zu vermeiden. Ein kleiner Belüfter oder Eisfreihalter übernimmt im Winter die Aufgabe, eine Eisöffnung für den Gasaustausch offenzuhalten.
Teichtechnik prüfen & optimieren lassen.Unsere Experten prüfen Ihre Filter- und Pumpenanlage vor Ort und empfehlen die optimale Lösung für Ihren Teich.
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Koiteich richtig pflegen – Tipps für Koi-Halter

Koi sind faszinierende, aber anspruchsvolle Teichbewohner. Ein Koiteich stellt besondere Anforderungen an Wasserqualität, Technik und Pflege. Mit dem richtigen Wissen halten Sie Ihre Koi gesund und Ihr Wasser klar.

Was unterscheidet einen Koiteich von einem Gartenteich?

Koi produzieren deutlich mehr Ausscheidungen als andere Teichfische und stellen damit hohe Anforderungen an die Filtration. Ein Koiteich benötigt eine leistungsstarke Filteranlage, die das gesamte Wasservolumen 2–3× pro Stunde umwälzt. Zusätzlich sind regelmäßige Wasseranalysen und engmaschige Pflege unerlässlich.

Mindestanforderungen für einen gesunden Koiteich

  • Mindesttiefe: 120–150 cm (besser 180 cm) – gibt Koi Rückzugsraum im Winter und bei Hitze
  • Mindestvolumen: Pro ausgewachsenem Koi ca. 1.000–2.000 Liter Wasservolumen
  • Filter: Hochleistungsfilter mit biologischer Filterstufe und UV-C-Klärer – kein Standard-Gartenteichfilter
  • Sauerstoff: Belüftung durch Wasserspiele, Belüfter oder Fontänen – Koi brauchen viel Sauerstoff
  • Bodenabtrag: Bodenabtlasskammer oder regelmäßiger Schlammsauger – Koi-Kot muss täglich abtransportiert werden
Wasserqualität ist für Koi existenziell

Koi reagieren extrem empfindlich auf Wasserverschlechterungen. Bei erhöhtem Nitrit (über 0,1 mg/l), erhöhtem Ammonium oder falschen pH-Werten zeigen Koi Stresssymptome: Schnappatmung, Apathie, Schleimhautveränderungen. Wöchentliche Wasseranalysen in der Hauptsaison sind Pflicht für verantwortungsvolle Koi-Halter.

Koi-Fütterung richtig gestalten

Die richtige Fütterung ist der wichtigste Faktor für die Wasserqualität im Koiteich. Koi sollten im Sommer 2–3× täglich gefüttert werden – aber nur so viel, wie sie in 5 Minuten aufnehmen. Unverdautes Futter wird zu Ammonium und belastet das Wasser erheblich. Unter 10 °C Wassertemperatur die Fütterung stark reduzieren, unter 8 °C ganz einstellen.

Häufige Fragen

Warum springen Koi aus dem Wasser?
Springende Koi sind meist ein Zeichen von Sauerstoffmangel, Stress durch schlechte Wasserqualität, Parasitenbefall oder Reizungen durch Ammoniak oder Chlor im Wasser. Sofort Wasserparameter prüfen, Belüftung erhöhen und ggf. einen Fachtierarzt für Fische konsultieren.
Wie erkenne ich, dass meine Koi krank sind?
Warnsignale: Apathie, verringerter Appetit, Schnappatmung an der Oberfläche, aufgestellte Schuppen, Geschwüre, Pilzbefall (weißliche Beläge), unkontrolliertes Schwimmen oder Kiemenreiben. Bei Verdacht auf Krankheit: Fisch isolieren, Wasserqualität sofort prüfen, ggf. Fachtierarzt hinzuziehen.
Wie lange leben Koi?
Unter optimalen Bedingungen können Koi 20–30 Jahre alt werden, in Japan gibt es dokumentierte Fälle von über 200 Jahren. In deutschen Gartenteichen erreichen sie bei guter Pflege typischerweise 15–25 Jahre. Entscheidend sind optimale Wasserqualität, artgerechte Haltung und regelmäßige Pflege.
Koiteich professionell betreuen lassen.Wir übernehmen die regelmäßige Pflege und Wasseranalyse Ihres Koiteichs – für gesunde Fische und klares Wasser.
Koi-Teich Betreuung anfragen

Teichfolie reparieren & Lecks abdichten

Sinkender Wasserspiegel, feuchte Stellen am Teichrand oder unerklärliche Wasserverluste – ein Leck in der Teichfolie ist unangenehm, aber in den meisten Fällen reparierbar. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein Leck finden und dauerhaft abdichten.

Wie erkenne ich ein Leck in der Teichfolie?

Nicht jeder sinkende Wasserspiegel ist ein Leck – im Sommer verdunstet ein flacher Teich bis zu 2–5 cm Wasser pro Woche. Ein echter Leckverdacht liegt vor, wenn der Wasserverlust deutlich schneller erfolgt oder auch in kühleren Perioden anhält.

  • Wasserverlust messen: Wasserspiegel markieren und 24 Stunden beobachten
  • Verdunstung ausschließen: Messung bei kühlem, bewölktem Wetter wiederholen
  • Teichrand prüfen: Feuchte oder nasse Erdstellen rund um den Teich lokalisieren
  • Wasserspiegel sinkt bis zu einer bestimmten Stelle und stoppt dort – das zeigt die Höhe des Lecks an

Lecks lokalisieren und reparieren

Sobald Sie die ungefähre Höhe des Lecks kennen, lassen Sie den Wasserspiegel bis knapp unter die verdächtige Stelle sinken. Fische und Pflanzen vorher sichern. Die Teichfolie dann trocknen lassen und sorgfältig nach dem Riss oder Loch absuchen – oft sind es winzige Nadellöcher oder Risse an Falten und Übergängen.

Reparatur der Teichfolie

Kleine Risse und Löcher lassen sich mit speziellen Teichfolie-Reparatursets (Folienstück + PVC-Kleber oder Selbstklebeband) dauerhaft abdichten. Die Reparaturstelle muss absolut trocken und sauber sein. Für größere Schäden oder undichte Nahtverbindungen empfehlen wir professionelle Hilfe – ein unsauber abgedichtetes Leck wird schnell wieder undicht.

Wann muss die Teichfolie komplett ausgetauscht werden?

Hochwertige EPDM-Teichfolien halten unter normalen Bedingungen 20–50 Jahre. PVC-Folien altern schneller (10–20 Jahre) und können spröde werden. Wenn die Folie viele kleine Risse aufweist, spröde und brüchig ist oder der Teich trotz mehrfacher Reparaturen weiter Wasser verliert, ist ein vollständiger Austausch wirtschaftlicher als weitere Einzelreparaturen.

Häufige Fragen

Kann ich die Teichfolie selbst reparieren?
Ja, kleine Lecks lassen sich mit Reparatursets aus dem Fachhandel oft gut selbst abdichten. Voraussetzung: Die Reparaturstelle muss vollständig trocken, sauber und fettfrei sein. Bei EPDM-Folien Selbstklebeband verwenden, bei PVC-Folien PVC-Kleber. Bei größeren Schäden oder wenn der Teich vollständig abgepumpt werden muss, empfiehlt sich professionelle Hilfe.
Was kostet eine professionelle Teichfolien-Abdichtung?
Je nach Aufwand und Teichgröße liegen die Kosten für eine professionelle Folienreparatur typischerweise zwischen 150 und 400 Euro. Ein vollständiger Folienaustausch ist aufwändiger – hier hängen die Kosten stark von der Teichgröße und den verwendeten Materialien ab. Fragen Sie uns gerne nach einem unverbindlichen Angebot.
Wie kann ich meine Teichfolie schützen?
Teichfolie vor spitzen Steinen und Wurzeln schützen (Vliesunterlage verwenden), am Rand ausreichend überlappen lassen, nicht zu straff spannen und vor UV-Strahlung schützen (z. B. durch Abdeckung mit Kies oder Steinen am Rand). Scharfe Werkzeuge bei der Teichreinigung nicht direkt auf der Folie einsetzen.
Teichfolie reparieren oder erneuern lassen.Wir reparieren und dichten Ihre Teichfolie fachgerecht ab – dauerhaft und zuverlässig.
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Naturteich anlegen & dauerhaft pflegen

Ein Naturteich ohne Technik – das klingt verlockend einfach. Und tatsächlich kann ein naturnaher Teich mit der richtigen Bepflanzung und Anlage über Jahre stabil und klar bleiben. Was Sie wissen müssen, bevor Sie loslegen.

Was macht einen Naturteich aus?

Im Gegensatz zu einem Fischteich oder Gartenteich mit Technik kommt ein Naturteich idealerweise ohne Pumpe, Filter und Chemikalien aus. Das biologische Gleichgewicht wird durch eine ausgewogene Bepflanzung, die richtige Standortwahl und den gezielten Verzicht auf Fische (oder nur sehr wenige) gewährleistet.

Erfolgsfaktoren beim Anlegen

  • Standort: Teilweise schattig – max. 5–6 Stunden direkte Sonne täglich. Zu viel Sonne fördert Algenwachstum
  • Tiefe: Mindestens 60–80 cm im tiefsten Punkt – verhindert vollständiges Einfrieren und Überhitzen im Sommer
  • Folie und Substrat: EPDM-Folie mit Vliesunterlage, nährstoffarme Teicherde, Kies abdecken
  • Uferzone hoch anlegen: Teichrand höher als umgebendes Gartengelände – verhindert Nährstoffeintrag durch Regenwasser
  • Keine Erde direkt ins Wasser: Immer Pflanzkörbe mit nährstoffarmer Teicherde verwenden, mit Kies abdecken

Die richtige Bepflanzung – das Herzstück des Naturteichs

Ein gut bepflanzter Naturteich reguliert sich selbst. Sauerstoffpflanzen (Wasserpest, Hornkraut, Tausendblatt) produzieren Sauerstoff und entziehen dem Wasser Nährstoffe. Schwimmblattpflanzen (Seerosen) beschatten die Oberfläche. Ufer- und Randpflanzen filtern eingetragene Nährstoffe.

Sauerstoffpflanzen

Wasserpest, Hornkraut, Tausendblatt. 60 % der Teichfläche – unverzichtbar für klares Wasser.

Schwimmblattpflanzen

Seerosen, Schwimmfarn. Beschatten 50–60 % der Oberfläche – reduziert Algenwachstum stark.

Röhrichtpflanzen

Schilf, Seggen, Binsen. Filtern Nährstoffe, bieten Lebensraum für Insekten und Vögel.

Uferpflanzen

Wundersegge, Sumpfschwertlilie, Blutweiderich. Puffer zwischen Garten und Teich.

Naturteich ohne Fische – die nachhaltigere Wahl

Ein Naturteich ohne Fische ist deutlich pflegeleichter als ein Fischteich. Ohne Fischkot und Futtereintrag bleibt der Nährstoffgehalt niedrig. Stattdessen siedeln sich Amphibien, Insekten und Wasservögel von selbst an – und sorgen für natürliches Leben und biologisches Gleichgewicht.

Häufige Fragen

Kann ich in einem Naturteich auch Fische halten?
Ja, aber in sehr begrenzter Zahl. Heimische, anspruchslose Arten wie Bitterling, Moderlieschen oder Ellritze passen gut in einen Naturteich – sie fressen Algen und stören das Gleichgewicht kaum. Goldfische und Koi sind für echte Naturteiche ohne Technik ungeeignet – ihr hoher Kotanfall überwältigt schnell das natürliche Reinigungspotenzial.
Warum wird mein neuer Naturteich zuerst trüb?
Das ist vollkommen normal. In den ersten Wochen nach der Befüllung befindet sich der neue Teich in der Einfahrphase: Algenwachstum und Trübung sind typisch, weil das biologische Gleichgewicht noch nicht entstanden ist. Mit der richtigen Bepflanzung klärt sich das Wasser nach 4–8 Wochen meist von selbst. Geduld ist gefragt – nicht mit Chemikalien eingreifen.
Wie groß sollte ein Naturteich mindestens sein?
Für ein stabiles Ökosystem sollte ein Naturteich mindestens 6–10 m² Fläche und 60–80 cm Tiefe haben. Kleinere Teiche überhitzen im Sommer schnell, frieren leichter durch und können das biologische Gleichgewicht nicht stabil halten. Je größer der Teich, desto robuster und pflegeleichter ist er langfristig.
Naturteich planen, anlegen oder sanieren.Wir beraten Sie zur optimalen Gestaltung und übernehmen Planung, Bau und laufende Pflege Ihres Naturteichs.
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